Lesezeit: 8 Minuten | Aktualisiert im März 2026 | Gilt für: ABAS ERP · Globale ERP-Projekte · Lokalisierung für die Türkei · Finanzkontrollprozesse · Live-Migrationsprojekte
Zusammenfassung –
Wir haben die ABAS-ERP-Umstellung bei Weicon Türkeinicht nur als reinen Systemwechsel betrachtet, sondern als strategisches Projekt zur Unternehmensintegration, das mit der globalen Architektur im Einklang steht. Im Laufe des Projekts haben wir die globale ABAS-ERP-Struktur von Weicon detailliert analysiert und die Anforderungen der türkischen Niederlassung in Bezug auf lokale Gesetzgebung, Finanzkontrolle, Import und E-Transformation so in diese Struktur integriert, dass sie damit kompatibel sind. Zu den herausragenden Erfolgen des Projekts zählten insbesondere die Automatisierung von Risiko- und Sperrprozessen innerhalb des ERP-Systems, die Systematisierung der Finanzkontrollmechanismen sowie die erfolgreiche Durchführung eines unterbrechungsfreien Live-Wechsels zum Jahreswechsel.
Inhalt
- Die operative Struktur und die Anforderungen von Weicon Türkiye
- Strategische Gründe für die Entscheidung zur Umstellung auf ABAS ERP
- Anpassung an globale architektonische Vorgaben und Berücksichtigung lokaler Anforderungen
- Der Projektansatz und die Beratungsleistungen von MindDX
- Transformation in den Bereichen Finanzkontrolle, Risikomanagement und Sperrverfahren
- Der Prozess der Umstellung auf den Live-Betrieb und die erzielten wesentlichen Erfolge
Könnten Sie uns zunächst kurz etwas über Ihr Unternehmen und Ihre Aktivitäten in der Türkei erzählen?
Weicon ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, das in zahlreichen Ländern aktiv ist. Wir sind eine Marke, die sich auf Klebstoffe, Dichtungsprodukte und technische Chemikalien spezialisiert hat.
Unser türkischer Geschäftsbereich bedient sowohl den Binnenmarkt als auch den regionalen Vertrieb, wickelt monatlich hohe Rechnungsvolumina ab und ist durch intensive Prozesse im Bereich der Verbrauchsteuer (ÖTV) und der Einfuhr gekennzeichnet. Unsere Finanzberichterstattung muss sowohl den türkischen Rechtsvorschriften als auch den Erwartungen der globalen Zentrale entsprechen. Daher ist unsere Systeminfrastruktur für uns von strategischer Bedeutung.
Was war Ihre Hauptmotivation für die Entscheidung, auf ABAS ERP umzusteigen?
Wir sind Teil einer Unternehmensgruppe, die weltweit bereits ABAS ERP einsetzt und über eine leistungsstarke, ausgereifte Systemarchitektur verfügt. Die Einbindung unserer türkischen Niederlassung in diese Struktur war für uns eine strategische Notwendigkeit. Es handelte sich nicht um einen Softwarewechsel, sondern um eine Entscheidung zur unternehmensweiten Integration.
Für den türkischen Betrieb war keine ABAS-Infrastruktur vorhanden; daher musste eine Struktur geschaffen werden, die sowohl mit der globalen Architektur kompatibel als auch mit den türkischen Rechtsvorschriften konform ist. An diesem Punkt war es von entscheidender Bedeutung, mit dem richtigen Partner zusammenzuarbeiten.
Inwiefern hat die Zusammenarbeit mit MindDX zum Projekt beigetragen?
Das ABAS-ERP-Team von MindDX hat das Projekt nicht nur als reine Implementierung betrachtet. Zunächst haben sie unseren Betrieb analysiert, unsere Prozesse eingehend geprüft und das Gleichgewicht zwischen der globalen Struktur und unseren lokalen Anforderungen klar definiert.
Die ABAS-ERP-Architektur von Weicon verfügt über eine weitaus ausgefeiltere Systemarchitektur als eine gewöhnliche Struktur für Auslands-Kunden. Wir sprechen von einer Struktur, in der Infrastrukturdaten von mehreren zentralen Unternehmen nach unten zu den Unternehmen in verschiedenen Ländern fließen und in der Regeln und Datendisziplin klar definiert sind.
Die ABAS-ERP-Berater von MindDX haben diese Architektur in kürzester Zeit verstanden und die Lokalisierungskonzepte entsprechend den eigenen Regeln von Weicon implementiert. Dies war keineswegs eine einfache Installation, sondern eine disziplinierte Integrationsarbeit, die vollständig mit der globalen Struktur kompatibel war.
Was war der kritischste Bereich der Umstellung im Rahmen des ABAS-ERP-Projekts?
Die Systematisierung des Finanzkontrollmechanismus war der wichtigste Punkt. Die Automatisierung unserer Risiko- und Sperrprozesse innerhalb des ERP-Systems hat unser Unternehmen in eine finanziell sicherere Lage gebracht. Das ERP-System ist nun nicht mehr nur ein reines Transaktionssystem, sondern hat sich zu einem aktiven Kontrollmechanismus entwickelt, der das Unternehmen schützt.
Diese Umstellung wurde dank des analytischen Ansatzes und der Sorgfalt bei der Prozessgestaltung von MindDX möglich.
Wie verlief der Übergang zur Live-Schaltung?
Wir haben das Projekt im August begonnen und sind im Januar live gegangen. Bei einer Architektur dieser Größenordnung und Komplexität ist dieses Tempo wirklich außergewöhnlich.
Diese Geschwindigkeit darf jedoch nicht mit unkontrolliertem Voranschreiten gleichgesetzt werden; Analyse, technische Konzeption, Entwicklung, Tests, Schulungen und Beratungsprozesse wurden parallel und diszipliniert durchgeführt.
Der Live-Übergang zum Jahreswechsel wurde nach einer geplanten Strategie gesteuert. Offene Posten, Eröffnungsbelege, Kursbewertungen, E-Transformation-Prozesse und Benutzerschulungen wurden lückenlos vorbereitet. Am Tag der Live-Schaltung kam unser Betrieb nicht zum Stillstand. Dies war ein Beweis sowohl für die Geschwindigkeit als auch für die Servicequalität.
Was war die größte Stärke der MindDX ABAS ERP-Berater in diesem Projekt?
Ihre größten Stärken waren die Fähigkeit zur architektonischen Anpassung und ein diszipliniertes Projektmanagement. Die globale ABAS-ERP-Architektur von Weicon verfügte über eine ausgereifte, mehrschichtige Systemstruktur, in der der Datenfluss von den zentralen Unternehmen zu den Landesgesellschaften festgelegt war und die Regeln von oben nach unten konfiguriert wurden. MindDX hat diese Struktur nicht verändert, sondern sich zunächst vollständig daran angepasst.
Sie haben unsere Lokalisierungen gemäß den Regeln von Weicon implementiert. Alle Details, von Nummernkreisen bis hin zu Datengruppen, wurden im Einklang mit der globalen Architektur gestaltet. Dies ist sowohl ein technischer als auch ein strategischer Erfolg, den sie zudem in sehr kurzer Zeit realisiert haben.
Wenn Sie heute zurückblicken, was ist Ihr größter Gewinn?
Vollständige Integration in globale Systeme, strenge Finanzkontrolle, Prozesstransparenz und eine nachhaltige Infrastruktur. Doch das Wichtigste ist: Bei diesem Projekt wurde nicht einfach nur ein ERP-System implementiert. Es wurde eine schnelle und kontrollierte Transformation durchgeführt, die mit der globalen Architektur im Einklang steht.
Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren die herausragende technische Kompetenz, die Analysefähigkeiten und die disziplinierte Vorgehensweise der MindDX ABAS ERP-Berater.